Erfolgreich
mit Hilfe des Unbewussten

Hypnose kann in folgenden Bereichen hilfreich sein:

  • - Mentaltraining und Sport
  • - Angst und Phobien
  • - körperliche Beschwerden, die eine psychische Ursache haben
  • - Stressbelastung
  • - Raucherentwöhnung
  • - Kinderwunsch
  • - Prüfungsangst
Dipl.-Psych. Nicolai Semmler
Hypnose gegen Angsthypnose Prüfungsangst und Redeangst Kinderwunsch Rauchfrei - Raucherentwöhnung Hypnose Hamburg Abnehmen

Was ist Hypnose?

Bei genauer Betrachtung ist Hypnose erst einmal ein Trancezustand. Es handelt sich also um eine veränderte Art der Wahrnehmung. Wirkungsvoll wird die Hypnose, wenn dieser veränderte Bewusstseinszustand therapeutisch genutzt wird. Seriöse Anbieter sprechen deswegen lieber von Hypnotherapie als von Hypnose.

Hypnotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren mit signifikanter Wirksamkeit. Hypnose allein ist eine schnell erlernbare Psychotechnik, die häufiger auch von Laien für therapeutische Zwecke angeboten wird. In der Hypnotherapie werden vor allem diejenigen Fähigkeiten aktiviert, die der Mensch in sich trägt, die er aber in bestimmten Situationen (noch) nicht abrufen kann. Der Klient bringt also die Lösung des Problemes mit und wird unterstützt, die eigenen Fähigkeiten optimal zu nutzen. Eine verantwortungsbewusste Hypnose bedeutet also immer die aktive Beteiligung des Klienten und dessen bewusste oder unbewusste Auseinandersetzung mit der Entstehung seiner Symptome oder Probleme.

Bevor Sie vielleicht weiterlesen, wofür Hypnotherapie nutzbar ist, habe ich einige Fragen zusammengestellt, die regelmäßig gestellt werden:

Hypnose-FAQs (frequently asked questions)

1. Funktioniert Hypnose bei jedem Menschen?

Einigen Menschen fällt es sehr leicht in eine hypnotische Trace zu gehen und ungefähr 80 % erreichen diesen Zustand mit Hilfe einfacher Anweisungen. Nur für eine kleine Minderheit eignet sich Hypnose nicht.

2. Muss ich an die Wirksamkeit von Hypnose glauben, damit es funktioniert?

Die Voraussetzung für das Funktionieren von Hypnose ist eine Vertrauensbasis. Insofern ist ein gewisses Maß an Zweifeln sogar sehr vorteilhaft. Eine kritische Einstellung erlaubt Ihnen, genau soweit in Trance zu gehen, wie es für Sie richtig ist. So entsteht ein "qualifiziertes Vertrauen", wenn Sie erste positive Veränderungen bemerken. So können Sie bereits bei Ihren ersten Tranceschritten, die manchmal im Rahmen eines Hypnosetests oder eines Trance-Trainings erfolgen, wichtige Erfahrungen machen und die anfängliche Unsicherheit abbauen.

3. Ist man im Zustand der Trance willenlos?

Nein – ganz und gar nicht! Die Trance ist ein Zustand der inneren Bewusstheit und kein Schlaf. Sie behalten zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle und bleiben im vollen Besitz Ihrer eigenen Wertvorstellungen. Auch in einem Trancezustand sind Sie jederzeit in der Lage, die Hypnose abzubrechen. Der Unterschied zum Wachzustand ist neben einer veränderten Art der Wahrnehmung, dass Sie empfänglicher für neue Ideen sind, sofern diese Ihren Wertvorstellungen entsprechen. Ferner zeichnet sich der Tracezustand durch eine erhöhte Suggestibilität und Lernfähigkeit aus.

4. Kann man sich später an alles erinnern?

Wenn sie das vorhätten, hätten Sie eine Menge zu tun. Eines der klassischen Trancephänomene ist das sogenannte vernetzte Denken, dass Ihnen eine gleichzeige Verarbeitung von Inhalten auf mehreren Ebenen erlaubt. Insofern können sie sich nicht gleich an alles erinnern. Die Informationen, die für Sie wichtig sind, werden Sie aber mit Sicherheit im Gedächtnis behalten. Geeignete Fragen seitens des Therapeuten können außerdem helfen, Erlebtes und Gedachtes in die bewusste Erinnerung zu holen.

5. Kann es passieren, dass ich in der Trance "ganz weg" bin?

Sollten Sie während einer Trance einschlafen, sind Sie "ganz weg". Zu jedem Zeitpunkt gibt es allerdings eine Art "stillen Beobachter", der alles was geschieht mit verfolgt. Darüber hinaus ist es aus therapeutischer Sicht gar nicht sinnvoll, maximal tief in Trance zu gehen. Die hypnotische Trance ist ein therapeutisches Hilfsmittel und kein Selbstzweck. In leichten bis mittleren Trancezuständen, kann das Erlebte hinterher besser erinnert werden. Für eine erfolgreiche Therapie ist diese Erinnerung wichtig, da auch im Wachzustand damit gearbeitet wird.

6. Kann ich sicher sein, aus der Trance heil zurückzukehren?

Nach der Hypnose finden sie sich genau wie vorher in Ihrem Körper wieder. Sie atmen ein paar Mal tief ein und strecken vielleicht die Arme und Beine ein wenig, bevor Sie die Augen öffnen.

7. Kann man gegen seinen Willen hypnotisiert werden?

Nein! Für eine Hypnose muss immer eine innere Bereitschaft bestehen. Wer nicht hypnotisert werden möchte, sollte dies klar und deutlich sagen. Wenn jemand hingegen sagt: "Mich können sie bestimmt nicht hypnotisierien", lädt er den Hypnotiseur zu einem Machtspiel ein. Für Showhypnotiseure sind diese Menschen die besten Partner, da sie Ihnen die Überlegenheit und Macht, sie zu bezwingen, selber zuspielen. Ohne diese innere Erwartungshaltung solcher Menschen würden die Showhypnotiseure kläglich scheitern.

8. Kann Hypnose gefährlich sein?

Ja, aber nicht die Hypnose ist gefährlich, sondern ihre falsche Anwendung. Auf gar keinen Fall sollten Sie zulassen, dass Ihnen für eine Hypnose Medikamente oder andere Substanzen verabreicht werden. Lassen sie sich nicht in die Machtspiele von Showhypnosen hineinziehen und meiden sie Praxen, die ausschließlich Hypnose anbieten. Hypnose ist ein hervorragendes Werkzeug, das allerdings in die Hände von Fachleuten gehört. Fachleute zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie mehrere Werkzeuge beherrschen. Stellen Sie sich einen Handwerker vor, der alles mit dem Schraubenzieher repariert. Die Teilnahme an unqualifizierten Hypnosen birgt für Sie Risiken, die Sie selber nicht abschätzen können.Weiter unten habe ich für Sie eine kleine Übersicht über die häufigsten Vertreter der "Psychozunft" zusammengestellt.

9. Hat man in Hypnose genügend Kontrolle, um sich gegen Übergriffe wehren zu können?

Sie können jederzeit und binnen Sekunden aus einem Trancezustand zurück in das normale Wachbewusstsein wechseln, falls etwas geschieht, das Ihren Bedürfnissen widerspricht. Sie nehmen auch in der Trance jederzeit wahr, ob sich der Therapeut angemessen verhält. Die hypnotische Trance setzt immer ein Zusammenspiel und kooperatives Bemühen von Patient und Therapeut voraus. Bewusste und unbewusste Lösungen für Problem werden gemeinsam erarbeitet. Sie können hinterher aus den Trancen diejenigen inneren Erfahrungen für sich nutzen, die für sie hilfreich sind.

Das bestimmte Menschen bei religiösen Erweckungsveranstaltungen und Showhypnosen, Befehle oder Suggestionen so befolgen, als hätten sie keinen eigenen Willen mehr, hängt mit einer inneren Bereitschaft zu folgen, und dem Wunsch "gut zu sein" zusammen. Diese Menschen möchten unbewusst bestimmte Erwartungen befriedigen.

10. Kann man sich selber hypnotisieren?

Auch das ist möglich. Tatsächlich ist die Fähigkeit der Selbsthypnose sogar eine hervorragende Art und Weise, das eigene Repertoire an Möglichkeiten zu erweitern. Am besten lernt man Selbsthypnose von einem Hypnosetherapeuten. Um wirkliche Trancezustände zu erreichen ist einerseits Tranceerfahrung notwendig, zum anderen ist auch die Erfahrung einer kooperativen Hypnose quasi unabdingbar. Sie kennen sicherlich die vielen Meter von Sprachlehrbüchern in den Buchhandlungen. Wahrscheinlich gibt es aber niemanden auf der Welt, der die Sprache nur aus einem Buch gelernt hat.

Vom Fliegen und Landen

Nachdem ich Ihnen weiter oben empfohlen habe, sich für eine Hypnose nur in qualifizierte Hände zu begeben, bleibt natürlich die Frage, woran sie einen guten Therapeuten erkennen. Hypnose wird von diversen Berufsgruppen angeboten. Darunter finden sich Heilpraktiker, Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und viele mehr. Aber wer ist eigentlich wer?

Eines ist klar: Da Hypnose schneller als viele andere Verfahren Veränderungen im eigenen Erleben und Handeln herbeiführen kann, sollte sie nur von Fachleuten angewendet werden. Ein bekannter Hypnotherapeut hat einmal gesagt:

"Es ist nicht schwer einen Jet zu starten. Man muss nur den Hebel für die Turbinen nach vorne schieben, schon rollt das Flugzeug los. Für die Sicherheit der Fluggäste ist es aber wichtig, wenn der Pilot auch den Landeanflug beherrscht und weiß, wie er sein Flugzeug durch Turbulenzen steuert."

Im Folgenden möchte ich einen kleinen Überblick über die Wirrungen der Psychoszene geben:

Diplom Psychologe / Psychologe MA

Ein Psychologe ist jemand, der mindestens fünf Jahre an einer Universität Psychologie studiert hat. Inhalte des Studiums sind neben den Grundlagen der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung auch das klassifizieren von psychischen Erkrankungen und die sog. psychometrische Testung. Ein großer Schwerpunkt des Universitätsstudiums ist die Forschungsarbeit und die damit verbundene Bewertung von Informationen. Diese wissenschaftliche Ausrichtung sorgt für eine hohe inhaltliche Qualität der psychologischen Arbeiten.

Psychologischer Psychotherapeut

Ein Psychotherapeut ist jemand, der zusätzlich zum Psychologiestudium eine drei- bis fünfjährige Ausbildung in der Therapie von psychischen Erkrankungen gemacht und mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen hat. Während dieser Jahre muss zeitgleich ein eineinhalbjähriges Praktikum in der Psychiatrie absolviert werden und mindestens 600 Stunden eigene, von Fachleuten begleitete Therapien nachgewiesen werden. Die Mindestausbildungsdauer für Psychotherapeuten beträgt insgesamt ca. 3200 Stunden.

Psychiater

Ein Psychiater ist ein Arzt, also ein Mediziner, der eine psychologische Zusatzausbildung hat. Der Umfang der Ausbildung ist ähnlich der Ausbildung für psychologische Psychotherapeuten, jedoch mit anderen Schwerpunkten ( z.B. Neurologie). Der Psychiater ist somit ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Heilpraktiker

Ein Heilpraktiker muss zur Ausübung seines Berufes keine Uni oder Berufsschule besucht haben. Es reicht, formal gesehen, die Heilpraktikerprüfung zu bestehen, die ihm bescheinigt, dass er "keine Gefahr für die Volksgesundheit" darstellt. Heilpraktiker dürfen in einem begrenzten Rahmen psychotherapeutisch tätig sein. Da die Heilpraktikerprüfung aber genau wie die Psychotherapieprüfung der Psychotherapeuten sehr komplex ist, haben die meisten Heilpraktiker eine Heilpraktikerschule oder Prüfungsvorbereitungskurse besucht. Die Ausbildung ist somit uneinheitlicher, als bei den Psychotherapeuten und nicht notwendigerweise mit einem entsprechenden Studium untermauert. Die schulische Heilpraktikerausbildung für Psychotherapie beträgt ca. 500 Stunden.

Psychologische Berater und Co

Psychologischer Berater ist jeder, der sich so nennt. Der Begriff ist nicht geschützt. Wenn sie möchten, können Sie sich auch so nennen. Auch Hypnotiseur ist kein geschützter Begriff. Lustigerweise sind die Stundensätze bei "Hypnotiseuren" häufig doppelt so hoch wie bei Hypnotherapeuten mit einer fundierten Ausbildung. Vielleicht macht Wissen bescheiden. Die seriösen Hypnotherapeuten haben zumeist eine Ausbildung bei einem der großen Institute wie der Milton Ericksson Gesellschaft oder der deutschen Gesellschaft für Hypnose absolviert. Diese Institute lassen nur Ärzte, Psychologen und ggf. Heilpraktiker zu ihren Ausbildungen zu.

Darüber hinaus gibt es viele selfmade Hypnotiseure. Einige schmücken sich mit klangvollen z.B. italienisch anmutenden Fantasienamen oder exponieren ihre Adelstitel (die ja nicht unbedingt einen formellen Befähigungsnachweis für Psychotherapie darstellen). Auch englischsprachige Wortschöpfungen, die auf die Wörter Coach oder Trainer enden, sind sehr beliebt. Gerne werden auch Siegel verschiedener Vereinigungen auf den Webseiten eingebunden. Die meisten Siegel kann man kaufen, wenn man entsprechende, meistens mittlere dreistellige Mitgliedsbeiträge entrichtet. Auch TÜV Siegel sind sehr beliebt. Ein TÜV Siegel sagt aber nichts über die Qualifikation des Therapeuten aus. Das TÜV-Siegel bescheinigt einzig dem Ausbildungsinstitut, bei dem derjenige gelernt hat, dass die Ausbildung die Qualitätskriterien der ISO-Norm 9001 für Qualitätsmanagement erfüllt. Der TÜV ist darüberhinaus auch keine staatliche Stelle, sondern ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das nur (und ausschließlich) im Bereich der KFZ-Technik sogenannte "hoheitliche Aufgaben" der Qualitätssicherung mit übernimmt.